Meine Mama wird dieses Jahr 75. Und ich habe sie viele Jahre lang nicht so gut gekannt, wie ich sie hätte kennen können.
Was ich erst spät verstanden habe
Nicht, weil wir uns gestritten haben. Nicht, weil etwas Schlimmes passiert ist. Sondern weil ich seit über zwanzig Jahren nicht mehr in meiner Heimat lebe. Weil Telefonate kürzer wurden. Weil Besuche selten wurden. Weil das Leben dazwischenkam — meines, ihres, dazwischen die Jahre.
Erst jetzt, in meinen 40ern, merke ich richtig, was das bedeutet.
Lange dachte ich: „Ich habe doch eine Mutter. Sie ruft an. Sie fragt, ob ich genug schlafe. Ich rufe zurück. Wir reden. Alles in Ordnung."
Aber „in Ordnung" und „nah" sind zwei verschiedene Dinge.
Es gibt diese Frage in meinem Journal „Mama & ich":
„Wann habt ihr zuletzt ein Gespräch geführt, das länger als zehn Minuten ging — und nicht um Termine?"
Als ich diese Frage zum ersten Mal aufgeschrieben habe, hab ich gestoppt. Und ich konnte sie für mich selbst nicht beantworten.
Da wusste ich: ich brauche dieses Buch.
Warum ich es geschrieben habe
Nicht für andere. Erstmal für mich.
Ich wollte einen Weg, mit meiner Mama in Kontakt zu kommen, der nicht „ruf doch mal an" heißt. Der nicht voraussetzt, dass eine von uns das richtige Gesprächsthema findet. Der einen sanften Rahmen gibt — über drei Wochen, abends, jede für sich, dann zu zweit.
Ich wollte einen Anlass, ohne dass es sich nach Therapie anfühlt.
Was im Journal steckt
„Mama & ich" sind 21 Abende. Drei Wochen, drei Themen:
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Woche 1 · Erinnern
Tage 01–07
- Die kleinen Bilder von früher
- Die Sätze, die geblieben sind
- Die Regeln, die nur ihr beide kanntet
Woche 2 · Jetzt
Tage 08–14
- Wer ihr heute seid
- Als Mutter, als Tochter, als Frauen
- Was ihr aneinander schätzt — und was nicht
Woche 3 · Träumen
Tage 15–21
- Was noch kommen darf
- Was gesagt werden will
- Was ihr euch wünscht
Jede Mama, jede Tochter bekommt ein eigenes Exemplar. Jede füllt es abends für sich aus — kein Druck, kein Vorlese-Zwang. Nur ein paar Minuten. Eine Frage zum Ankreuzen, eine, die etwas tiefer geht, ein Freitext-Feld.
Und am Ende jeder Woche: ein Sonntag. Da telefoniert ihr. Oder setzt euch hin, wenn ihr nah genug seid. Tauscht aus, was hochgekommen ist. Ein Satz reicht.
Das steht vorne im Buch. Das ist nicht koketter Werbespruch. Das war meine Erfahrung.
Warum auch aus der Ferne
Ich weiß, wie das ist: zwischen dir und deiner Mama liegen Hunderte Kilometer. Ein Anruf am Sonntag. Ein Besuch zu Weihnachten. Vielleicht ein verlängertes Wochenende im Sommer.
Und du denkst: „Wann sollen wir denn solche Gespräche führen? Wir haben kaum Zeit für die normalen."
Genau deshalb ist dieses Journal aus der Ferne entstanden. Du füllst deins aus — abends, in deiner Wohnung, ohne dass jemand zuhört. Sie füllt ihres aus — in ihrer Küche, am Wohnzimmertisch, in ihrem Tempo. Und am Sonntag teilt ihr, was ihr teilen wollt.
Es funktioniert über Telefon. Es funktioniert über WhatsApp. Es funktioniert, wenn ihr euch alle zwei Monate seht.
Es funktioniert, weil ihr beide vorher nachgedacht habt.
Was passiert, wenn man so etwas anfängt
Ehrlich? Ich weiß noch nicht, was alles passieren wird, wenn ich es mit meiner Mama mache. Ich werde es im Mai anfangen.
Aber ich habe die ersten Tage selbst durchgespielt. Ich habe die Frage beantwortet „Was habe ich sie schon immer fragen wollen — aber nie getan?"
Ich habe drei Fragen aufgeschrieben.
Drei.
Drei Fragen, die ich seit 20 Jahren mit mir herumtrage. Und nie gestellt habe.
Da wusste ich: dieses Buch wird etwas verändern.
Das Geschenk
Es ist mein Geschenk an meine Mama dieses Jahr. Aber es ist genauso ein Geschenk an mich. Wir machen das zusammen — über drei Wochen, ab Muttertag.
Wenn du das Gefühl kennst — diese leise Sorge, dass ihr euch eigentlich nicht so gut kennt, wie ihr euch kennen könntet — dann ist dieses Journal für dich.
Es ist kein Therapie-Buch. Kein Lebens-Plan. Nichts, was du nach dem Muttertag wieder wegstellst.
Es sind 21 kleine Abende mit euch beiden. Manchmal leise. Manchmal zum Lachen. Immer ehrlich.
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Falls du jetzt hier sitzt und an deine Mama denkst: schreib ihr eine Sprachnachricht. Heute Abend. Drei Sätze reichen. Es muss nicht das Journal sein. Es muss nur ein Anfang sein.
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