* Persönlich

Warum ich ein Buch darüber geschrieben habe, dass man abends nicht aufhören kann

* Katja * Juli 2026 * 6 Min. Lesezeit

Ich habe jahrelang geglaubt, mir fehlt Disziplin. Tagsüber lief alles — Arbeit, Familie, Termine. Und abends um neun stand ich in der Küche und konnte nicht aufhören. Der Gedanke danach war immer derselbe: Was stimmt nicht mit mir? Bis ich verstanden habe, dass die Frage falsch gestellt war.

Der Satz, der alles verändert hat

Es ist kein Disziplinproblem. Es ist ein Regulationsmuster.

Klingt nach Wortklauberei, ist aber der ganze Unterschied. Ein Disziplinproblem löst man mit mehr Willen — und wenn es nicht klappt, warst du eben zu schwach. Ein Regulationsmuster löst man, indem man versteht, was der Körper eigentlich versucht.

Und der versucht etwas sehr Vernünftiges: Tagsüber läuft dein Nervensystem im Aktivmodus. Du funktionierst, du hältst durch, du machst weiter. Abends fällt die Anspannung ab — und dein Körper greift zum schnellsten Werkzeug, das er kennt, um runterzukommen. Essen wirkt sofort. Es ist verfügbar, es beruhigt, es kostet keine Verhandlung.

Die Ursache liegt also nicht um 21 Uhr in der Küche. Sie liegt in den zwölf Stunden davor.

Warum ich das aufgeschrieben habe

Weil ich das nirgends so gelesen habe. Was ich gefunden habe, waren Ernährungspläne, Verzichtslisten und viel „einfach mal“. Nichts davon hat erklärt, warum es ausgerechnet abends passiert und warum es bei Frauen um die 40 häufiger wird.

Ich bin keine Fachfrau. Ich bin Freelancerin und eine Frau, die genau hingeschaut hat — über Jahre, an sich selbst. Das ist gleichzeitig die Schwäche und die Stärke des Buchs: Es ist keine Studie. Es ist der Weg einer Frau, die verstehen wollte, was da abends passiert, und die alles ausprobiert hat, was ihr begegnet ist.

☆ Was drinsteht

Sieben Kapitel. Die ersten vier erklären, was hinter dem Abendverhalten steckt — biologisch, nervlich, emotional. Kapitel fünf ist ein 14-Tage-Reset mit konkreten Übungen. Kapitel sechs zeigt, wie es danach weitergeht: ein Minimal-Plan mit drei Ankerpunkten. Kapitel sieben: wer dahintersteht.

Was nicht drinsteht: ein Diätplan, eine Kalorientabelle, eine Liste verbotener Lebensmittel.

Für wen es ist

Für Frauen ab etwa 40, die im Beruf, in der Familie oder einfach im Alltag viel Verantwortung tragen. Die tagsüber zuverlässig funktionieren und abends das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren. Die schon einiges probiert haben und denken, bei ihnen sei etwas grundsätzlich kaputt.

Es ist nichts kaputt. Dein Körper versucht, dich zu schützen — nur mit einem Werkzeug, das dir am Ende nicht guttut.

Was ich nicht verspreche

Ich verspreche dir keine Zahl auf der Waage und keine zwei Wochen, nach denen alles anders ist. Das wäre gelogen. Was das Buch kann: dir erklären, warum du tust, was du tust — und dir 14 Tage lang etwas an die Hand geben, das du abends auf dem Sofa tatsächlich umsetzen kannst.

Es geht nicht um Verzicht. Es geht um Stabilität. Stabilität schlägt Strenge, jedes Mal.

Was das Schreiben mit mir gemacht hat

Ich habe beim Schreiben mehr verstanden als in den Jahren davor. Nicht weil ich neue Studien gelesen hätte, sondern weil ich zum ersten Mal sortieren musste, was ich eigentlich erlebt habe. Solange es nur ein Gefühl ist, bleibt es diffus. Sobald du es in sieben Kapitel bringen musst, siehst du die Reihenfolge.

Der peinlichste Moment war Kapitel drei. Da wurde mir klar, wie viele Abende ich mit Selbstvorwürfen verbracht habe — und wie wenig davon je etwas verändert hat. Selbstvorwürfe sind auch nur Anspannung. Sie machen genau das schlimmer, was das Problem verursacht.

Was ich heute anders mache

Ich achte nicht mehr auf den Abend. Ich achte auf den Nachmittag. Ob ich zwischen drei und fünf einmal wirklich sitze, ob ich warm esse, ob irgendwo ein Punkt am Tag ist, an dem das Tempo rausgeht. Wenn das passiert, ist der Abend fast von selbst ruhiger.

Und wenn nicht, stehe ich manchmal trotzdem um neun in der Küche. Das ist okay. Es ist kein Rückfall, es ist ein anstrengender Tag gewesen.

Wenn du reinschauen willst

Es gibt einen kostenlosen Mini-Guide mit fünf Gründen, warum du abends isst. Fünf Seiten, kein Verkaufstext. Wenn du dich darin wiedererkennst, weißt du, ob das Buch etwas für dich ist. Wenn nicht, hast du trotzdem etwas verstanden.

☆ Wenn du das einer Freundin erzählst

„Ich hab jahrelang gedacht, mir fehlt Disziplin. Dabei ist das ein Regulationsding — tagsüber Vollgas, abends greift der Körper zum Schnellsten, was er kennt. Seit ich das weiß, mach ich mir abends keine Vorwürfe mehr. Das allein war schon die halbe Miete.“

Die mit * markierten Amazon-Links sind Affiliate-Links. Wenn du darüber kaufst, bekomme ich eine kleine Provision — für dich ändert sich am Preis nichts.

Katja — abends auf dem sofa
Katja

Freelancerin, Ideenmaschine, und ja — jemand der abends auf dem Sofa sitzt. Diese Brand ist mein ehrlicher Raum. Kein Selbstoptimierungsprogramm. Nur das echte Leben einer Frau in all seinen wunderschönen Abend-Momenten.