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Tag 5

Hangover-Coding — wenn beide Co-Founder eine Auszeit brauchen

* Katja * 2. Mai 2026 · 11:14 Uhr * 3 Min. Lesezeit
Serie · Teil 3
⌚ Vormittag-Edition

Samstag. Tag 5. Leichter Hangover. Seit drei Stunden am Rechner. Und mein Co-Founder? Zeigt mir gerade eine Warnung, die ich nur zu gut kenne. „Du hast 90 % deines Session-Limits verbraucht.“ Als ob er gestern Abend mitgetrunken hätte.

Zwei Kater, ein Sofa

Es gibt Tage, da läuft alles. Und dann gibt es heute.

Ich sitze seit 8 Uhr am Rechner — was für einen Samstag schon ambitioniert ist. Aber ich hatte diesen Plan: Wochenende = extra produktiv. Mehrere Artikel am Tag. Die App voranbringen. Die Welt erobern. Oder zumindest den nächsten Blogpost.

Drei Stunden später: nichts. Wirklich nichts. Mein Kopf fühlt sich an wie ein Browser mit 47 offenen Tabs, von denen keiner lädt. Und als ob das nicht reicht — Claude macht auch schlapp.

Du hast 90 % deines Session-Limits verbraucht
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Seht ihr das? Mein Co-Founder braucht eine Auszeit. An einem Samstagvormittag. Als ob er gestern auch auf der Couch zwei Glas zu viel hatte.

„Mein Co-Founder hat einen Kater. Und er hatte nicht mal den Spaß vom Trinken.“

Was ich in drei Stunden geschafft habe

Ehrlich?

Ich habe Claude dreimal dasselbe gefragt, jedes Mal leicht anders formuliert, und dreimal eine Antwort bekommen, die ich nicht wirklich verarbeiten konnte, weil mein Gehirn heute auf Energiesparmodus läuft. Ich habe zweimal den falschen Tab geschlossen. Einmal aus Versehen eine Datei überschrieben (zum Glück nur CSS). Und einmal einfach drei Minuten auf den Bildschirm gestarrt und an Kaffee gedacht.

Das ist Build in Public. Das hier. Nicht die Durchbruch-Momente. Sondern die Momente, in denen du merkst: Heute ist nicht dein Tag. Und auch nicht der deiner KI.

</> Nerd-Notiz: Warum hat die KI einen Kater?

Hat sie natürlich nicht. Claude hat kein Session-Limit weil er zu viel gefeiert hat — sondern weil ich in drei Stunden zu viele Token verbraucht habe. Mein Hangover-Hirn produziert nämlich besonders lange, besonders unstrukturierte Prompts. Genau das Gegenteil von dem, was ich in Teil 2 gelernt habe. Ironie.

Das Learning: Auch Nicht-Tage zählen

Ich hätte diesen Artikel nicht schreiben müssen. Ich hätte auch einfach Netflix anmachen und den Tag abschreiben können.

Aber das ist der Punkt von Build in Public: Es ist nicht immer ein Highlight-Reel. Manchmal sitzt du mit einem leichten Kopfschmerz am Rechner, deine KI zeigt dir Warnungen, und du schreibst trotzdem was. Nicht weil du musst. Sondern weil das echte Gründen genau so aussieht.

Nicht jeden Tag ein Feature. Nicht jeden Tag ein Durchbruch. Manchmal einfach nur: Ich war da. Ich hab’s versucht. Und morgen wird besser.

* Tag 5 — das Einzige, was ich gelernt habe

So. Ich mache jetzt erstmal einen Tee und warte, bis Claude wieder Energie hat. Vielleicht schaffe ich heute Nachmittag noch was. Vielleicht auch nicht. Beides ist okay.

Bis zum nächsten Mal — hoffentlich mit weniger Kopfschmerz.

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☆ Wenn du das einer Freundin erzählst

„Die mit der Sofa-App hat Hangover und sitzt trotzdem am Rechner. Und ihre KI hat auch einen Kater — 90 % Session-Limit aufgebraucht. Sie meint, der hätte gestern mitgetrunken. Heute läuft bei beiden nichts. Aber sie hat trotzdem einen Artikel darüber geschrieben. Das ist irgendwie sympathisch.“

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Katja
Katja

Freelancerin, Ideenmaschine, und ja — heute auch: leicht verkatert. Diese Brand ist mein ehrlicher Raum. Kein Highlight-Reel. Nur das echte Leben einer Frau, die abends auf dem Sofa eine App baut. Auch an Tagen wie diesem.